524 km von Holzminden bis Zernsdorf? - Werden sie es schaffen?

Dennis Kusak und Olga Maul verwirklichen eine Wanderfahrt, an dessen Umsetzung niemand geglaubt hat. Sie rudern von Holzminden bis nach Zernsdorf (bei Berlin). In den folgenden Tagen können Sie hier nachlesen wie es den beiden auf ihrer Fahrt ergeht und was sie so erleben.
Jeden Abend schreiben Dennis und Olga über ihr i-Phone einen kleinen Bericht und senden ihn mit Bildern an unseren Webmaster, der ihn dann auf dieser Seite online stellt. So können sie mit verfolgen, wo die Beiden sich befinden und welche Hürden sie zu überwinden haben. Schon jetzt sind Probleme aufgetreten, wie die Elbüberquerung auf dem Mittellandkanal oder fehlende Übernachtungsmöglichkeiten, aber dazu später.

Die Grundidee stammte von Uwe Arste, der von Holzminden bis Zernsdorf rudern wollten. Somit hat er die Strecke ausgearbeitet und festgestellt, dass die Umsetzung möglich ist, bei einer Strecke von 524 km. Es begannen schon letztes Jahr die Planungen, pünktlich zum Beginn des Ruderlagers in Zernsdorf anzukommen.

Gestartet wird am Mittwoch den 14.07 vom Ruder-Club Holzminden aus. Die Fahrt absolvieren sie in einem gesteuertem Gig Zweier (Aller), den sie mit einem Fußsteuer ausgestattet haben.

Die Etappen

- 14.07RV-Weser Hameln51,6 km
- 15.07 Mindener RV 69,6 km
- 16.07 Paddelclub Stöcken 57,5 km
- 17.07 KG Peine 46,5 km
- 18.07 Wolfsburger RC 45,9 km
- 19.07 WSV Haldensleben 53,6 km
- 20.07 WSF Burg 33,5 km
- 21.07 RC Plaue 47,8 km
- 22.07 Ketzin 34,2 km
- 23.07 RG Wiking 48,7 km
- 24.07 Zernsdorf (Ziel) 29,3 km

Holzminden - Zernsdorf auf einer größeren Karte anzeigen


Tag 1

Hallo zusammen,
nun hat das Warten, Planen und Basteln ein Ende. Heute Morgen gegen halb 8 legten wir unter einem tosenden Jubel ( von Corinna, Ela und Christiane ) in Holzminden ab. Voller Tatendrang ging es in einem Rutsch nach Polle, wo wir uns den ersten Kaffee des Tages gönnten.
Nach unserer Frühstückspause ging es munter weiter. Vorbei an allen Stationen, wo wir die letzten Sonntage als sogenannte Kaffeeruderer immer eingekehrt sind ;-). Das Boot läuft prima und die Steueranlage verrichtet zuverlässig ihren Dienst. Nur mein Rollsitz geht mir schon jetzt tierisch auf den Sack!
Gegen frühen Nachmittag sind wir munter in Hameln angekommen. Jetzt warten wir sehnsüchtig, das hier der Grill angeworfen wird. Das nächste Ziel ist dann Minden, wo wir die geliebte Weser verlassen werden. Aber dazu morgen Abend mehr.

Liebe Grüße
Olga & Dennis


Tag 2

Hallo zusammen,
heute Morgen klingelte früh der Wecker, denn es stand die längste Etappe dieser Fahrt an. Nach einem guten Frühstück ging es um kurz nach 8 aufs Wasser. Nicht lange dauerte es, da tauchte in meinem Augenwinkel die Stadtschleuse von Hameln auf. Die Schotten gingen gerade zu, aber der Schleusenwärter hatte ein Einsehen mit uns. Wir freuten uns über die gewonnene Zeit, die wir aber durch non Stop Gegenwind (Sturm) schon sehr bald wieder verloren hatten. Der Tag entpuppte sich zu einer Qual sonder Gleichen. Da half auch der längste Kilometer der Weser (1,6Km) oder die Porta Westfalica nichts. Nur "wo der Kaiser Wilhelm hält die treue Wacht" wussten wir, dass wir gleich da sind. Übernachten werden wir heute beim Mindener Ruderverein, von wo wir morgen zu unserer ersten Kanaletappe starten werden.

Liebe Grüße
Olga & Dennis


Tag 3

Hallo zusammen,
heute war es nun soweit. Nach den letzen 3 km auf der Weser, vorbei an der schönen Schiffsmühle, legten wir am alten Pumpwerk unterhalb vom Mittellandkanal an. Nun war guter Rat teuer. Das erste Problem war gleich in Sicht. Der Stegaufgang war sowas von steil, das wir nur mit großer Mühe das Boot an Land bekamen. Nun kam der Bootswagen ( vielen Dank Uwe ) zum Einsatz. Es gab zwei Wege hoch zum Kanal, eine steile Treppe und ein steiler geschotterter Trampelpfad. Wer sich das ausgedacht hat, hat noch nie in seinem Leben ein Ruderboot gesehen oder getragen. Egal, irgendwie musste unser Boot da hoch. Mit vereinten Kräften kamen wir dann doch total fertig aber überglücklich oben an.

Schnell beladen und los, war nun das Motto. Die ersten km gingen zügig voran, und es breitete sich schnell eine zuversichtliche Stimmung aus. Doch die Freude hielt nicht lange an. Zunehmende Hitze und mächtig Wellengang machten das voran kommen zunehmend beschwerlicher.

Nach 10 Stunden im Boot kamen wir total am Ende gegen 18 Uhr in Stöcken an. Dort hatte uns schon ein Heinzelmännchen namens Uwe eine Tüte voller Leckereien bereitgestellt ( vielen Dank!!! ).
Ich bin jetzt hin und hergerissen bei der Auswahl des Fotos, denn mein Körper ist nicht mehr überall in Ordnung ;-) Ja ihr habt richtig gelesen, gestern wurde ich Opfer eines hinterlistigen Anschlags. Mir hat eine Bremse direkt durch das Loch im Rollsitz in den Ar... gestochen! Nein keine Angst ich schicke ein normales Bild. Diese Monsterbeule will bestimmt niemand sehen ;-) Also liebe Grüße aus Stöcken

Liebe Grüße
Olga & Dennis


Tag 4

Hallo zusammen,
heute war Tag 2 auf dem Mittellandkanal und ich kann euch sagen, dass uns noch jeder Km von gestern in den Knochen steckt. Nach einem nicht dem Anlass entsprechenden Frühstück ( Olga hat heute Geb. ) ruderten wir in Stöcken los. Schlag für Schlag fuhren wir durch das Hafengebiet von Hannover. Nach fast der halben Strecke stand schleusen auf dem Programm. Und ich kann nur eins dazu sagen, mächtig!!! Ich glaube die Hindenburg Schleuse Hannover Anderten ist die größte Schleuse in der ich bis jetzt geschleust wurde. Wir durften nach 2 großen Frachtschiffen mit hinein fahren. Kurz hinter dem Schleusentor klammerten wir uns an eine Treppe und versuchten der Strömung von den Schiffen und dem einströmende Wasser zu trotzen. Es ist beeindruckend wie schnell sich ein sooo riesiger Raum mit Wasser füllt. Nach der Schleuse verließen uns die Kräfte und wir legten zu einer ausgiebigen Mittagspause an. Frisch erholt schafften wir dann auch den Rest zur Kanugemeinschaft Peine, wo wir heute übernachten werden.
Zum Wetter ist noch zu sagen, dass wir heute alles hatten. Sonne, Regen und Wind wechselten sich manchmal im Minutentakt. Wir sind gespannt, wie morgen die Etappe nach Wolfsburg läuft.

Liebe Grüße aus Peine,
Olga & Dennis

PS: Heinsen, alles Gute zum Geburtstag ;-)


Tag 5

Hallo zusammen,

heute feiern wir Bergfest, denn wir haben so ziemlich die Hälfte der Strecke zurück gelegt. Außerdem übernachten wir beim Wolfsburger Ruderclub, und da sind Bootshaus und Blick auf den Allersee vom Feinsten! Heute kann man schon fast von Urlaub sprechen. Wir schlafen im Gästezimmer, bekommen morgen Frühstück und haben den herrlichen See direkt vor der Nase. Aber der Weg hierher fing nicht so gut an.

Von Peine bis Braunschweig sind auf beiden Ufern Spundwände, und diese werfen die Wellen immer wieder zurück. Da heute Sonntag war, waren ohne Ende große Motorboote unterwegs, die uns eine Welle nach der anderen ins Boot warfen. Auf halber Strecke machten wir Rast bei Normannia Braunschweig und leerten erst mal unser Boot. Von dort aus ging die Fahrt dann ruhiger weiter, bis wir zur Schleuse Sülfeld kamen. Die Schleusenanlage war recht unübersichtlich, aber nach einer "kleinen" Orientierungsphase waren wir dann doch auf dem richtigen Weg. Die letzten Km führten direkt an den VW Werken und der Autostadt vorbei. Wir lassen den Abend noch gemütlich ausklingen, bevor wir morgen wieder eine lange Etappe vor uns haben.

Liebe Grüße,
Olga & Dennis


Tag 6

Hallo zusammen,

Heute ging der Tag super los. Wir hatten soooo ein bombastisches Frühstück in Wolfsburg bekommen. Es war sowieso mit Abstand die schönste Übernachtung überhaupt! Alle waren sehr herzlich zu uns, und wie wir heute Morgen erfahren haben, hat sich sogar ein Abend zuvor Nena beim Open Air in unserem Zimmer aufgehalten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir heute Morgen etwas später auf dem Wasser waren, als geplant. Heute standen 54 Km an, und die waren sowas von langweilig! Es gab außer ab und zu ein paar Schiffen nichts zu sehen.

Der Kanal ging nur gerade aus. Die einzige Ablenkung waren die blinden Fliegen. Kurz vor dem Etappenziel wurden wir allerdings noch einmal gefordert. Wir mussten durch einen großen Hafen, wo gerade bei vielen Schiffen die Ladung gelöscht wurde. Durch die Seitenstrahlruder und die damit verbundene Strömung, wurde unser kleines Boot ganz schön durchgeschüttelt. Nun sind wir im Sportboothafen Haldensleben, wobei ich sagen muss, dass wir hier das einzige Sportboot haben. Übernachten werden wir, man lese und staune, auf einem alten Schiff, was an Land liegt, und zurzeit umgebaut wird. Es riecht zwar etwas nach Öl, aber dafür müssen wir nicht Zelten. Morgen haben wir eine kurze Etappe nach Burg vor uns, die es aber in sich haben wird.

Liebe Grüße,
Olga & Dennis


Erläuterungen zu Tag 7

Die Überführung des Mittellandkanals über die Elbe ist einspurig. Somit kann immer nur ein Schiff die Elber überqueren. Für Dennis und Olga gab es keine Sondergenehmigung, weshalb sie vor der Brücke das Boot aus dem Wasser nehmen müssen, neben dem Mittellandkanal die Elbe überqueren und kurz danach wieder Einsetzen müssen.

Kurz darauf kommt auch schon wieder eine Schleuse, bei der sie wieder umtragen müssen. Somit kommen zwei extrem lange Umtragestellen direkt nacheinander, weshalb die Ruderstrecke für diesen Tag auch so kurz gehalten wurde.

Wenn Sie die Karte ansehen und die rosa Strecke (bei Hohenwarthe) verfolgen können Sie sogar die "Bootsstege" sehen, an denen die Boote entnommen werden (kleine helle Ausbuchtungen mit kleinem grauem Vorbau).


Tag 7

Hallo zusammen,

nach unserer Nacht auf der "Martha" sammelten wir unsere Kräfte bei einem ausgiebigen Frühstück im Hafen. Heute sollte es nun soweit sein, die "Wanderung" auf dem Mittellandkanal über die Elbe hinweg. Doch der Weg dorthin war nicht einfach.
Über 20 Km Baustellen, Engstellen, Hafengebiet und große Schiffe. Halt alles was beim Rudern unschön ist. Doch irgendwann gegen Mittag war es dann soweit. Im Vorfeld wussten wir schon, das wir rudernderweise nicht über die Elbe dürfen. An einem für Ruderer völlig unbrauchbaren Steg zerrten wir unser Boot fast senkrecht auf den daneben liegenden Weg. Nun kam der Bootswagen von Uwe ein zweites mal zum Einsatz. Zügigen Schrittes ging die Wanderung los, bis uns plötzlich der Weg durch Pfosten versperrt wurde. Ich war kurz vorm platzen!!! Mit viel Fingerspitzengefühl und mehrmaligen Umseten des Boots/Wagengespanns, klappte es dann doch ohne abriggern. Auf halber Strecke trafen wir einen Mann, der ein bissel wissen wollte, was wir so machen. Zum Glück hatten wir nicht unserem Ärger Luft gemacht, denn das war der Schleusenwart, von der nächsten Schleuse. Wie es der Zufall so will, hatten wir nicht nur jemanden der uns beim Einsetzen des Bootes helfen konnte, sondern hatten auch die Erlaubnis die 19 Meter Schleuse in Hohenwarte zu befahren. Ich kann euch sagen das geht ganz schön weit runter. Der Rest der Strecke bis Burg, war ein Katzensprung. Nun sind wir im Wassersportclub Burg und freuen uns, dass wir den Mittellandkanal überstanden haben. Morgen geht die Reise auf dem Elbe-Havel-Kanal Richtung Plauer See weiter.

Liebe Grüße
Olga & Dennis


Tag 8

Hallo zusammen,

heute stand mal wieder eine längere Etappe mit 2 Schleusen auf dem Programm. Der Wetterbericht sagte für heute 34 Grad und wolkenlos an, und so war es dann auch. Aus diesem Grund waren wir heute schon um 8 Uhr unterwegs. Der Elbe-Havel-Kanal führte uns durch die erste Schleuse, über Gentin, durch die zweite Schleuse, bis auf den Plauer See. Trotz relativ schöner Landschaft war heute bei uns irgendwie die Luft raus. Es ist weniger die Kraft, sondern einfach die Tatsache, dass man nicht mehr weiß wie man sitzen soll. In der letzten Schleuse kam eine Durchsage, dass der Teltowkanal irgendwann gesperrt sein soll.

Leider konnten wir die Durchsage nicht genau verstehen, und müssen nun herausbekommen was es damit auf sich hat. Es könnte durchaus zu einem ernsten Problem werden, denn der Kanal ist unsere einzige Chance das Ziel zu erreichen. Wir werden morgen auf Grund eines Tips von einem Ruderer vom RC Plaue, von unserer Route abweichen, um den Silokanal und die damit verbundene Schleuse zu umfahren. Alternativ werden wir die Havel rudern, und eine kleinere Schleuse für Sportboote nutzen.

Für morgen haben wir noch kein genaues Ziel, aber wir werden schon eine Übernachtungsmöglichkeit finden. Es bleibt abzuwarten, wie sich alles weiter entwickelt.

Liebe Grüße
Olga & Dennis


Informationen zu Tag 10

Gestern haben Dennis und Olga einen Hinweis bekommen, dass der Teltowkanal gesperrt werden soll. Ein paar Recherchen im ELWIS (elektronisches Wasserstraßen Informationssystem) haben ergeben, dass der Kanal erst ab Montag dem 26.07. gesperrt wird. Somit steht der Weiterfahrt nichts mehr im Weg.


Tag 9

Hallo zusammen,
heute Morgen ging die Reise weiter über den Plauer See. Das Wetter war günstig, denn wir hatten keinen Wind und wenig Wellen. Statt wie geplant durch den Silokanal zu rudern, führte uns der Weg über die "alte" Havel. Die Routenänderung hatte sich total gelohnt. Die Landschaft war einfach malerisch, und es gab so gut wie kein Verkehr.

Statt der großen Vorstadtschleuse, die der Berufsschifffahrt vorbehalten ist, wurden wir in einer ganz kleinen Schleuse geschleust.

Ist schon komisch wenn auf einmal die Schleuse nur so lang ist, wie die in Hohenwarte tief ist. Weiter ging die Reise über winzige Kanäle mitten durch Brandenburg. Nach einiger Zeit kamen wir wieder auf unsere ursprüngliche Route zurück. Der Havelkanal ist zwar recht schön von der Natur und so, aber die tausenden Motorboote und deren Wellen nerven ohne Ende. Das Wetter war heute extrem drückend und die Sonne brannte. Nach dem Mittag wurden wir mehrfach auf das anstehende Unwetter aufmerksam gemacht, sodass wir langsam nach einem Plätzchen für die Nacht Ausschau hielten. Es ist auf den Kanälen nicht so wie auf der Weser, das alle Nase lang ein Steg kommt. Sondern hier sollte man sich schon gut überlegen wo man vom Wasser will. Da auf dem Stück wo wir uns bewegen leider überhaupt nichts ist, haben wir heute in einem Haven in Ketzin halt gemacht. Auch hier sind Steg usw. eher suboptimal, aber immerhin runter vom Wasser. Somit hat sich die Etappe für morgen auf gut 50 Km verlängert, aber das sollte machbar sein.

Gestern Abend kam noch die Entwarnung für den Teltowkanal aus unserer SOS Station (Danke Uwe) Der Kanal wird erst am Montag gesperrt. Wir haben nun unser Zelt aufgestellt, und warten auf das was da so kommen soll. Morgen geht es dann zur Vorletzten Etappe zur RG Wiking. Dann wird sich zeigen, ob alles gut wird.

Liebe Grüße
Olga & Dennis


Informationen zu Tag 11

Der letzte Bericht muss leider warten, denn an diesem Tag machen wir uns auf den Weg zum Ruderlager in Zernsdorf. Dort werden wir dann auf Dennis und Olga treffen und sie nach weiteren 7 Tagen wieder mit nach Hause nehmen.

Wenn sich die Möglichkeit ergibt, werden wir den Bericht noch in Zernsdorf online stellen und vielleicht auch schon Informationen zum Ruderlager geben. (Das ist kein Versprechen)

Zudem sollen Dennis und Olga am Ende auch noch ein kleines Fazit zu der Fahrt geben. Die wichtigste Frage ist, ob sie es nochmal machen würden. Ein paar kennen schon die Antwort, doch Sie müssen noch warten.


Tag 10

Hallo zusammen,

wir sind endlich in Berlin!!! Nach einer gruseligen Unwetternacht im Zelt ging die Reise weiter. Es hat die letzte Nacht sooo viel geregnet, das unser Boot fast voll mit Wasser war. Heute führte uns unsere Route den Rest der Havel entlang, über viele kleine Seen in den Sacrow-Paretzer-Kanal. Die Landschaft ist hier einfach malerisch. Der Kanal führt direkt in den Jungfernsee, dessen Name wohl daher kommt, das er am Ende sehr eng wird ;-) Über den Griebnitzsee ging es in den Teltowkanal wo wir zu unserer vorletzten Schleuse klein Machnow kamen.

Auch hier gab es keine Komplikationen und wir konnten die Reise ungehindert über den Teltowkanal zur RG Wiking vortsetzen.

Das Wetter war heute bedeckt, und wir hatten nur sehr wenig Regen. Nun sind es nur noch 30 Km bis zu unserem Ziel Zernsdorf. Ich denke es ist nicht zu früh zu behaupten, das wir diese "kleine" Etappe auch noch schaffen werden. Aber es ist an der Zeit allen zu danken, die im Hintergrund an dieser Fahrt mitgewirkt haben. Sei es bei der Planung dieser durchaus ungewöhnlichen Fahrt, als auch der reibungslosen Berichterstattung, die viele von euch doch mit Freude und Spannung verfolgt haben. Zu Jonas Frage ist zu sagen, ja wir würden es jeder Zeit wieder tun, und ich kann von meiner Seite aus sagen, das ich schon die ein oder andere Idee im Hinterkopf habe. Wir freuen uns auf das Ruderlager in Z-Dorf und wünschen allen Teilnehmern morgen eine gute Fahrt. Ich denke so wie die Idee zu dieser Fahrt aus einer Bierlaune heraus entstanden ist, so wird sie wohl auch morgen in einer Bierlaune untergehen.

In diesem Sinne, liebe Grüße aus Berlin,
Olga & Dennis


Tag 11

Hallo zusammen,

heute ist nun der Tag auf den wir fast 500 Km lang hin gearbeitet haben. Die letzte Etappe von der RG Wiking nach Zernsdorf war keine besonders anspruchsvolle Etappe mehr. 30 Km und nur eine Schleuse, da konnten wir sogar ein bissel ausschlafen. Nach einem unglaublich guten Frühstück ging die Reise bei leichtem Regen Richtung Dahme los. Über die Dahme kamen wir auf den Langer See, wo wir auf der Regattastrecke von Grünau unser Boot über die 2000m Strecke ruderten. Voller Vorfreude kamen wir Km für Km unserem Ziel immer näher. 2 Km vor dem Ziel kam dann die letze Schleuse. Leider wurden wir hier nicht geschleust, und mussten noch einmal unser Boot umtragen. Auf dem Weg zum Steg ließen wir es uns nicht nehmen durch "Canale Grande" (Z-Dorf Leute wissen was ich meine) zu rudern. Ohne weiteren Zwischenstop fuhren wir direkt der tobenden Menge entgegen. Schon von weitem waren das Plakat und die vielen blauen Jacken zu sehen. Ein Pokal randvoll mit Champagner wurde gereicht und die Feier begann. Die Ruderfreunde vom Ruderverein Zernsdorf ließen es sich nicht nehmen für uns zu grillen und das ein oder andere Bierfass wurde auch angestochen. Zu späterer Stunde gab es noch ein Highlight in Form eines Feuerwerks. Wir haben den Beweis erbracht, das man von Holzminden nach Berlin rudern kann, aber darüber hinaus haben wir eine Wanderfahrt erleben dürfen, an die wir uns wohl noch sehr lange errinnern werden.

Liebe Grüße

Olga und Dennis


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